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Ablauf

 

Das erste Kennenlernen

Unsere Zusammenarbeit beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch auf Grundlage des ausgefüllten Anamnesebogens.

Sollten Ihnen relevante MRT- oder Röntgenbilder vorliegen, bringen Sie diese gerne mit. 

Sobald wir in Ruhe alles besprochen haben, führe ich eine visuelle Begutachtung Ihrer Statik sowie einige muskuläre und neurologische Tests durch, um Ihren derzeitigen Ist-Zustand genauer zu erfassen. Sollte keine Kontraindikation gegeben sein, nehme ich die erste Justierung vor.

Der Behandlungsablauf

Gesundheit ist ein niemals endender Regulationsprozess, der nicht durch die bloße Abwesenheit von Symptomen definiert wird. Der Erhalt dieses Prozesses erfordert Eigeninitiative und Disziplin. Manchmal tut es sogar weh. Ich finde es wichtig, zu verstehen, dass Gesundheit kein Sprint ist, sondern ein Weg, der Ausdauer bedarf. Folgt man diesem Weg, ist dies eine Form wahrer Selbstliebe. 

Step 1 – Korrekturphase 

Eine Fehlhaltung entwickelt sich in der Regel schleichend und bleibt zunächst häufig unbemerkt. Es ist vergleichbar mit Karies – nicht selten ist er schon da bevor wir ihn bemerken. Irgendwann wird das schon länger bestehende Problem dann „laut“ und äußert sich in einem Symptom. 

Das Muskelgedächtnis hält den Köper in dieser kompensatorischen Fehlstatik, denn häufig hat es sich über Jahre hinweg dorthin entwickelt. Das Ziel ist es nun, die Wirbelsäule durch anfänglich regelmäßige Justierungen in eine bessere Statik zu begleiten. In der Regel fällt es der Muskulatur erst einmal schwer, die Justierungen zu „halten“. Sie muss sich an die neue Haltung erst anpassen und lernen, das korrigierte Gerüst zu stabilisieren. Diese Prozess des physiologischen Muskelaufbaus dauert ca. 3 Monate. 

Je nach individuellem Zustand sollte in den ersten Wochen 1–2 x wöchentlich eine Justierung erfolgen. Dies ist mit Sport vergleichbar, von einer Einheit hat man keinen langfristigen Gewinn. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Durch dein Verhalten kannst Du deinem Körper helfen, sich schneller zu stabilisieren und alte Muster zu durchbrechen. 

Step 2 – Stabilisationsphase

Mit der Zeit beginnt der Körper, die statischen Veränderungen langsam zu integrieren. Das heißt, der Körper kann die Korrektur länger „halten“. Entscheidend ist hierbei natürlich das Verhalten im Alltag. Die Justierungsabstände können nun weiter auseinandergezogen werden. Bis das Gehirn die Haltung neurologisch gespeichert und angenommen hat, sich also ein neuer Trampelpfad im Gehirn zu einem „richtigen Weg“ ausgebaut hat, dauert es einige Monate. Durch die regelmäßigen Nachjustierungen bekommt der Körper immer wieder neurologische Erinnerungsbotschaften, um die Haltung weiter zu stabilisieren. Die Abstände werden individuell besprochen. 


Step 3 – Erhaltungsphase 

Das Leben ist herausfordernd. Langes Sitzen, Unfälle, ungesunde Lebensmittel, Bewegungsmangel oder Stress belasten unser Nervensystem und damit auch unsere Wirbelsäule. Viele Patienten entdecken den prophylaktischen Nutzen der Chiropraktik für sich. Es ist vergleichbar mit der regemäßigen Pflege unserer Zähne und dem prophylaktischen Besuch beim Zahnarzt. Nach dem Motto: Probleme erkennen, bevor sie zu Beschwerden führen.